Hermann Albers kennt „seine Emsländer“.
Er war beteiligt an der Ablösung der Heuerleute: Mit viel Erfolg verkaufte er in den fünfziger Jahren und danach Schlepper und andere Landmaschinen in Nordwestdeutschland.
Hermann Albers kennt „seine Emsländer“.
Er war beteiligt an der Ablösung der Heuerleute: Mit viel Erfolg verkaufte er in den fünfziger Jahren und danach Schlepper und andere Landmaschinen in Nordwestdeutschland.
Karl Heinz Fahrenkrog: Das Wohnen in den Instkaten
Die Wohnsituation der Instleute war von der Grundsituation her schlecht. Sie lebten zumeist in einer Doppelkate.
Es waren so zwei bis drei Familien auf engstem Raum nebeneinander untergebracht. Sie konnten dort lediglich jeweils über einen Wohnraum, einen Schlafraum und eine Küche verfügen. An das Haus angefügt waren die Stallungen für je eine Kuh, ein Schwein und auch für das Geflügel.Den ohnehin beengten Schlafraum mussten sich die Kinder mit den Eltern teilen, denn ein ausgesprochenes Kinderzimmer gab es in diesen Katen nicht. Zum Teil waren Schlafkojen vorhanden. In der Regel gab es allerdings nur bettähnliche Gestelle, dort schliefen die Kinder zu zweit oder zu dritt, aus Platzgründen mit den Köpfen und den Beinen versetzt.
Ich weiß um diese Verhältnisse von meiner Tante, die hatte neun Kinder. In dieser Familie bestand das große Problem, den Nachwuchs überhaupt in diesen Räumlichkeiten unterzubringen und so gab es für einige der Kleinen lediglich Strohschütten in den Ecken. Im Schlafraum waren sowohl die Kinder als auch die Eltern untergebracht. Ein ausgesprochenes Kinderzimmer gab es in diesen Katen nicht. Zum Teil waren Schlafkojen vorhanden. In der Regel gab es allerdings nur bettähnliche Gestelle, dort schliefen die Kinder zu zweit oder zu dritt, aus Platzgründen mit den Köpfen und den Beinen versetzt. Ich weiß das von meiner Tante, die hatte neun Kinder. In dieser Familie bestand das große Problem, die Kinder überhaupt in diesen Räumlichkeiten unterzubringen und so gab es für einige der Kleinen lediglich Strohschütten.
Der Wechsel aus der Landwirtschaft zur harten Arbeit im Steinbruch wurde fast durchweg vollzogen. Damit konnte zumeist ein Eigenheim mit einem Garten erworben werden.
Der Drang zum Eigentum war in allen Gegenden oberstes Streben der besitzlosen Landbevölkerung. Nur so konnte man zum „vollwertigen Menschen“ werden.
Die Granitarbeiter mussten sich jedoch in den meisten Fällen diese Freiheit mit einer Staublunge (Silikose) erkaufen, was häufig zu einem frühen Tod führte.
Dieses Interview mit Dr. jur. Bernd H. Schulte wurde am 06. 01. 2020 in Lingen geführt.
Der Volkskundler Roland Pongratz (M.A.) ist ein besonderer Kenner der umfangreichen Thematik Mechanisierung in der Landwirtschaft in Kausalität zu den sich dadurch verändernden Lebensverhältnissen der besitzlosen Landbevölkerung.
Ebene 2: In Erweiterung von www.heuerleute.de entsteht eine neue Website, die noch unveröffentlicht in der Bearbeitung ist:
Erstentwurf für das Titelbild am 01. 01. 2020
Fotos: Niederbayerisches Landwirtschaftsmuseum Regen
Teileinsicht als Beispiel:
Ebene 3: Videoclips
Hier eine Kurzausgabe zu Hütekinder im Schwarzwald (die gab es in fast allen Teilen Deutschlands – Vergleich wird auf der Website und in einem „Langclip“ vorgestellt. Bisher thematisch so nirgendwo gefunden).
Nachfolgend sollen in Kurzform einige bisherige Treffen mit Zeitzeugen(innen) und Autoren(innen) im deutschsprachigen Bereich vorgestellt werden.
Fast durchweg sind dabei auch Video – Interviews entstanden, die auf der einen Seite die Besonderheiten der einzelnen Regionen zur jeweiligen Situation der besitzlosen Landbevölkerung im Vergleich zum Heuerlingswesen schildern und dabei auch interessante Einblicke zu Themen erlauben wie
Diese regionalen Bereisungen waren verbunden mit Besichtigungen einer Reihe von Fachmuseen mit sehr interessanten Vergleichsmöglichkeiten und -ergebnissen (insbesondere für einen Lehrer und Landwirt).
Nach bisherigen Erkenntnissen scheint das Heuerlingswesen in Nordwestdeutschland für die dortige besitzlose Landbevölkerung die günstigste Sozialisationsform in den deutschen Anerbengebieten gewesen zu sein, weil den Heuerleuten fast durchweg eine Heiratserlaubnis erteilt wurde.
Nur im Schwarzwald entwickelten gerade die Besitzlosen das Uhrenhandwerk (Kuckucksuhren). Noch intensiver als die Tödden eroberten sie damit in Teilen Europas lukrative Absatzgebiete.
Auf der anderen Seite können auch viele Ähnlichkeiten insgesamt im deutschsprachigen Bereich (auch Schweiz und Österreich) im jeweiligen Lebensumfeld festgestellt werden.
Neu erschienen ist 2019 dieses Buch von Julia Heinecke:
Darin wird eindrucksvoll beschrieben, wie am Kaiserstuhl das geplante Atomkraftwerk Wyhl auch auf massiven Protest von Winzern und Bauern verhindert worden ist.
Diese Personen sollen nachfolgend jeweils mit einem Videoclip einzeln vorgestellt werden.
Fotos: Archiv Robben
–