Flachs bestimmte das Leben vieler Heuerleute

28. September 2016                                                                                                  Seite 550

Aus Flachs machten sie in bis zu acht verschiedenen Arbeitsgängen Leinen!

Diese Tuche gingen in viele Teile der Welt, vornehmlich aber in die Niederlande. Die Hollandgänger nahmen ihre Winterarbeit mit. Etliche Tödden aus dem Raum Mettingen machten daraus ein sehr einträgliches Geschäft, sie konnten so ihre Heuerstellen aufgeben. C&A Brenninkmeyer z. B. machten nach und nach Läden in den Niederlanden auf.

Selbst Sklaven auf den Baumwollfeldern der Südstaaten sollen diese Stoffe getragen haben.

Allerdings hat die Baumwolle in Verbindung mit der „spinning jenny“ und den stets weiter entwickelten Spinn – und Webmaschinen die Leinenherstellung als lukratives Nebeneinkommen der Heuerleute abgelöst.

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