Besiedlung der Moore

Der ungemeine Drang der besitzlosen Landbevölkerung ließ den Schrecken vor dem wirklich menschenfeindlichen Moor erblassen mit der Konsequenz, die sich in dem bekannten Spruch manifestiert hat:

Der ersten Generation Tod,

der Zweiten Not

und erst der Dritten Brot!

Noch im Jahre 1895,  einhundertfünfzig  Jahre nach Beginn der Besiedlung des Moores, schrieb Fritz Oberbeck, einer der ersten Worpsweder Maler: Diesen Leuten ist fürwahr der Kampf ums Dasein schwer genug gemacht. Denn härter noch als die Arbeit des Landmannes ist dieses Torfbauern. Vor allen Dingen weit einförmiger ja geistestötend möchte ich sagen, denn er kennt nicht den Wechsel zwischen Hoffnung und Furcht, ob die Ernte gerate, nicht die Freude am Wachsen, Gedeihen und endlichen Reifen der Saaten, nur damit beschäftigt, die Notdurft des Lebens zu stillen lernt er dessen edlere Genüsse niemals kennen.