Im Emsland ab 1950 – eigene Höfe auch für Heuerleute

Das Emsland und Teile der umliegenden Kreise Cloppenburg und Vechta galten  als das ”Armenhaus Deutschlands” mit ihren weiten Moor- und Heidegebieten.

Es hatte zwar vom Ende des 17. Jahrhunderts bis in die Weimarer Republik immer wieder Entwicklungsversuche gegeben, die aber durchweg – im Gegensatz zu den Niederlanden – scheiterten, weil sie Stückwerk blieben.

Auch die Bemühungen der Nazis mit den Emslandlagern blieben im Ansatz stecken.

Erst nach dem Zweiten Weltkriegs ging man daran, die Rückständigkeit des Emslandes und der angrenzenden Gebiete zu beseitigen. So verabschiedete der Bundestag im Mai 1950  den Antrag zur Erschließung der Ödländereien des Emslandes.

In einem ersten Abschnitt bis etwa 1965 wurde die Verbesserung der Landwirtschaft in Angriff genommen.  Die Kultivierung von Ödland und Moor brachte eine Vergrößerung der nutzbaren Flächen und verbesserte Landbaumethoden steigerten deutlich die Erträge. Auch  die Verbesserung der Entwässerung und der Ausbau von Elektrizität und Verkehrswesen ermöglichten es, neue Dörfer anzulegen und rund 1.250 Neusiedlerhöfe sowie etwa 5.000 Nebenerwerbsstellen entstehen zu lassen.

Hier fanden viele ehemalige Heuerleute nun endlich einen eigenen Hof.

Bei diesen Umsetzungen hat sich Johann-Dietrich Lauenstein (1893–1973) einem Namen erworben.

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Illus-dpd Ein deutscher Riesenpflug
Unser Bild zeigt den grossen von Wilhelm Ottomeyer aus Alexisdorf im Emsland konstruierten Kuhlpflug, der den Erdboden bis zu einer Tiefe von 1,20 m umpflügt.
7-9-48 2081-48

 

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