Industrieheuerlinge in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts


Ab etwa 1850 setzte auch in Deutschland die Industrialisierung verstärkt ein.

So wurde 1856 der Vorläufer des Stahlwerkes in Georgmarienhütte gegründet. 3-die-erste-huettenanlage

 

Das veränderte das Heuerlingswesen in den betroffenen Gebieten:

Jürgen Seraphim beschreibt das so (Seite 27):

Heuerlinge auf unterschiedlich großer, meist geringer Pachtlandgrundlage (etwa 0,5 ha bis 2,5 ,ha), mit und ohne Kuhhaltung, die hauptberuflich bergbaulich, industriell oder handwerklich tätig sind und infolgedessen nur eine geringe landwirtschaftliche Arbeitsverpflichtung eingehen können (etwa 1 bis höchstens 1,5 Tage

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wöchentlich), die nicht selten auch noch von Familienangehörigen abgeleistet wird. Sie stellen den Typus des sog. Industrieheuerlings dar, dessen Hauptverbreitungsgebiete Minden-Ravensberg, Teile des Osnabrücker Berglandes und der Kreis Tecklenburg sind. Industrieheuerlinge kommen aber auch, gelegentlich in den Tieflandkreisen Hannovers, so im südlichen Teil des Kreises Bersenbrück (Bramsche), im oldenburgischen Münsterland (Gemeinde Steinfeld) und anderenorts vor.abb-5

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