Die Entwicklung der Landtechnik – Segen oder Fluch für die damaligen Landlosen?

Die Dokumentation der Entwicklung der Landtechnik ab dem 19. Jahrhundert in Buchform ist sehr umfangreich.

In diesem großen deutschen Universitätsinstitut finden sich auch eine Fülle an Fachveröffentlichungen zu weitergehenden Forschungen:

Zu kurz gekommen ist bisher bei dieser vornehmlich auf Fotomaterial und Kurzkommentaren dazu sich begrenzenden Darstellungen der Kausalbezug zu den damit einhergehenden  sich drastisch verändernden wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen gerade im Leben der großen Bevölkerungsgruppe der besitzlosen Landbevölkerung.

Bei den Industriearbeitern hingegen ist das durch die schreibgewaltigen Autoren Karl Marx und Friedrich Engels mit einer enormen Sekundärliteratur geschehen.

Mit der Weiterentwicklung der Dreschmaschinen waren Landarbeiter im Winter zunehmend unterbeschäftigt bzw. wurden sogar arbeitslos. So waren sie auf andere Beschäftigungen angewiesen bei einem zumeist geringeren Lohn.

Damit begann eine stärkere Abwanderung in die aufstrebenden Städte oder die Auswanderung nach Übersee.

Fotos und Video: Archiv Robben

 

 

 

 

 

 

 

Uneheliche Tochter einer Magd

Teilweise entstanden im 18. und 19. Jahrhundert bis zu 30 Prozent der Geburten aus unehelichen Verhältnissen – vor allem unter den Landlosen.

Sie erhielten vornehmlich in süddeutschen Gegenden wegen Mittellosigkeit keine Heiratserlaubnis.

Nach den Gesindeordnungen hatten die schwangeren Mägde den Hof zu verlassen, ihre Eltern nahmen sie in aller Regel nicht mehr auf wegen der „Schande“.

Sie konnten aber in einigen Gegenden ihr Neugeborenes abgeben in eine Pflegefamilie. Dafür hatte die ehelose Magd aber zu zahlen – zumeist die gesamten Arbeitseinkünfte aus ihrer Tätigkeit als Magd.

Das soll in einem gesonderten Kapitel noch genauer belegt werden.

 

Inhäuser in Niederbayern im Vergleich zu Heuerhäusern im Nordwesten

Der Sprechtext stammt aus dem nachfolgenden Buch mit dem Untertitel:

Arbeitskräfte in der Landwirtschaft in Süddeutschland

herausgeben von Hermann Heidrich, Bad Winsheim 1997

Darin: Inwohner – ein verdrängtes Kapitel bayerischer Agrargeschichte von Dr. Helmut Bitsch (Regen), Seite 49-60

 

Videoclip: Archiv Robben

 

Zeitzeugen rund um Raesfeld im Westmünsterland

 

Dieses Gespräch über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Heuerleute (Inwöhner) kam 2018 zustande am Rande eines Vortrages.

Der langjährige Vorsitzende des HV Raesfeld, Richard Sühling, (links) und sein Bruder Adolf Sühling (rechts) nahmen ebenso daran teil wie das Ehepaar Bruner.

Die Besonderheit dieser Videoaufzeichnung liegt darin, dass hier jeweils ein ehemaliger Heuerlingssohn und ein Landwirt (A. Sühling) nebeneinander berichten.

Die Verwendung der plattdeutschen Sprache ist bewusst gewählt zugunsten der Authentizität als  Zeitzeugnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Veröffentlichungen von Timo Friedhoff (Wagenfeld)

Heuerlinge in Wagenfeld

Timo Friedhoff  „verwaltet“ nicht nur das  Gemeindearchiv Wagenfeld auf der Auburg, er „gestaltet“ auch aktiv das Kulturleben in der Region auf mehreren Ebenen. (z. B. Plattdeutsches Theater).

Von seinen besonders profunden Kenntnissen und Studien im Bereich des Heuerlingswesens (Häuslinge) im Großraum Diepholz habe ich mehrfach profitieren können.

Nachfolgend soll eine Auswahl seiner bisherigen Veröffentlichungen vorgestellt werden:

Und hier die „jüngsten“ Veröffentlichungen in der Reihe Heimatfibel: