Die Heuerlingsfamilie

Kann man überhaupt von „der“ Heuerlingsfamilie sprechen?

In der bisher gesichteten Fachliteratur erfährt man dazu verhältnismäßig wenig.
Belegt ist fast durchweg, dass die Kinder nahezu ausschließlich die Volksschule besuchten und – im Gegensatz zu einigen Bauernkindern – der Weg zur höheren Schule verschlossen war.

Nach dem achten Schuljahr im Alter von 14 Jahren traten die Heranwachsenden in der deutlichen Mehtzahl eine Stelle als Knecht oder Magd bei einem Bauern in der Umgebung an. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg war das in vielen Teilregionen Nordwestdeutschlands noch so.

Erst das sog.  Wirtschaftswunder veränderte diese Situation am Arbeitsmarkt total.