Uneheliche Tochter einer Magd

Teilweise entstanden im 18. und 19. Jahrhundert bis zu 30 Prozent der Geburten aus unehelichen Verhältnissen – vor allem unter den Landlosen.

Sie erhielten vornehmlich in süddeutschen Gegenden wegen Mittellosigkeit keine Heiratserlaubnis.

Nach den Gesindeordnungen hatten die schwangeren Mägde den Hof zu verlassen, ihre Eltern nahmen sie in aller Regel nicht mehr auf wegen der “Schande”.

Sie konnten aber in einigen Gegenden ihr Neugeborenes abgeben in eine Pflegefamilie. Dafür hatte die ehelose Magd aber zu zahlen – zumeist die gesamten Arbeitseinkünfte aus ihrer Tätigkeit als Magd.

Das soll in einem gesonderten Kapitel noch genauer belegt werden.

 

Inhäuser in Niederbayern im Vergleich zu Heuerhäusern im Nordwesten

Der Sprechtext stammt aus dem nachfolgenden Buch mit dem Untertitel:

Arbeitskräfte in der Landwirtschaft in Süddeutschland

herausgeben von Hermann Heidrich, Bad Winsheim 1997

Darin: Inwohner – ein verdrängtes Kapitel bayerischer Agrargeschichte von Dr. Helmut Bitsch (Regen), Seite 49-60

 

Videoclip: Archiv Robben

 

Zeitzeugen rund um Raesfeld im Westmünsterland

 

Dieses Gespräch über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Heuerleute (Inwöhner) kam 2018 zustande am Rande eines Vortrages.

Der langjährige Vorsitzende des HV Raesfeld, Richard Sühling, (links) und sein Bruder Adolf Sühling (rechts) nahmen ebenso daran teil wie das Ehepaar Bruner.

Die Besonderheit dieser Videoaufzeichnung liegt darin, dass hier jeweils ein ehemaliger Heuerlingssohn und ein Landwirt (A. Sühling) nebeneinander berichten.

Die Verwendung der plattdeutschen Sprache ist bewusst gewählt zugunsten der Authentizität als  Zeitzeugnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Veröffentlichungen von Timo Friedhoff (Wagenfeld)

Heuerlinge in Wagenfeld

Timo Friedhoff  “verwaltet” nicht nur das  Gemeindearchiv Wagenfeld auf der Auburg, er “gestaltet” auch aktiv das Kulturleben in der Region auf mehreren Ebenen. (z. B. Plattdeutsches Theater).

Von seinen besonders profunden Kenntnissen und Studien im Bereich des Heuerlingswesens (Häuslinge) im Großraum Diepholz habe ich mehrfach profitieren können.

Nachfolgend soll eine Auswahl seiner bisherigen Veröffentlichungen vorgestellt werden:

Und hier die “jüngsten” Veröffentlichungen in der Reihe Heimatfibel:

 

Oalbers Herm ut Bürn…

Hermann Albers kennt “seine Emsländer”.

Er war beteiligt an der Ablösung der Heuerleute: Mit viel Erfolg verkaufte er in den fünfziger Jahren und danach Schlepper und andere Landmaschinen in Nordwestdeutschland.