Eine Gymnasiastin beschäftigt sich mit dem Heuerlingswesen

So engagiert und auch couragiert beginnt die Schülerin Antonia Brackebusch  aus Wettringen ihre Einleitung in der Facharbeit zu dem Thema

Heuerlingswesen im Münsterland gegen Mitte des 19. Jahrhunderts

am  Arnold-Janssen-Gymnasium in Neuenkirchen bei Rheine im Leistungskurs Geschichte.

Diese interessante Kurzstudie wird in Kürze hier eingestellt werden können.

„Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben.“

Diesen berühmten Satz hört man immer wieder, wenn es um Geschichtsüberlieferungen geht und den Wahrheitsanteil in diesem Satz braucht man wahrlich kaum anzuzweifeln. Überall begegnet uns die Geschichte der sogenannten „Sieger“, egal ob im Geschichtsunterricht,  in der Schule oder in der Fachliteratur oder im normalen Alltag. Nahezu unser gesamtes geschichtliches Wissen basierte lange Zeit grundsätzlich auf den Überlieferungen der „Großen“ der Geschichte.

Epochen übergreifend bestand demnach also kaum Interesse an der Geschichte der ärmeren Bevölkerungsschichten, die als „stumme Zeitzeugen“ agierten und kaum schriftliche Quellen hinterließen.

Erst seit Anbruch der Moderne scheint das Interesse der Wissenschaft sowie der Allgemeinheit auch auf der Geschichte der armen Bevölkerungsgruppen zu liegen. Folglich stehen nur sehr wenige wissenschaftliche Quellen zur Verfügung, da viele Informationen nur mündlich über Generationen hinweg überliefert wurden und dies die Auswertung der wissenschaftlich brauchbaren Information zusätzlich erschwert.

Zum Thema „Heuerlingswesen“ wird erst seit wenigen Jahren geforscht und demnach standen mir während meiner Arbeit nur wenige wissenschaftliche Literaturquellen zur Verfügung. Hinzu kommt, dass über das Thema „Heuerlinge“ lange Zeit aus Scham geschwiegen wurde und auch die noch lebenden Zeitzeugen kaum über das Thema berichten möchten.