Hermann Hüsken in memoriam

 

Der Architekt Hermann Hüsken aus Lingen/Laxten verstarb im Alter von 93 Jahren.

Dieser Nachruf soll erinnern an seine Verdienste um die regionale Geschichte.

aus: 07. 09.2018 LINGENER TAGESPOST

Immer wieder war er Mitinitiator von spezieller Geschichtsforschung in Fallstudien vor Ort. So haben wir gemeinsam in einer Gruppe um Dr. Bernd Schulte untersucht, warum der Landwirt Menger um 1850 seinen Heimatort Laxten und seine Familie bei Nacht und Nebel in Richtung USA verlassen hat.

Auch seine besonderen Kenntnisse zum Heuerlingswesen waren mir wichtig, hat er doch in seiner beruflichen Funktion vielen Heuerlingen zu einem Eigenheim verholfen.

Der Ausschnitt  aus einem Videobeitrag von 2016 zeigt Hermann Hüsken im Alter von 91 Jahren bei der Präsentation der Forschungsergebnisse zum Auswanderer Menger:

 

 

Zu Hause in Menslage und Edam

BOB KERNKAMP WORMERVEER NL

Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv des Heimatvereins Menslage

Zu Hause in Menslage und Edam

Ein Beitrag zur Geschichte des Manufakturwarenhandels

Der Reisepaß, dessen Kopie unten abgebildet ist, wurde im Juli 1813 in Edam. Holland. ausgegeben an den Menslager Kaufmann Tobias Kernkamp. Was tat dieser Tobias Kernkamp in Edam und wozu benötigte er diesen Paß? Am Beispiel der Familie Kernkamp soll im folgenden ein wenig über den deutschen Manufakturwarenhandel in den Niederlanden im vorigen Jahrhundert berichtet werden. So wie die Kernkamps haben viele Deutsche im vorigen Jahrhundert einen profitablen Handel zwischen den beiden Ländern betrieben.

Tobias Kernkamp wurde 1758 in Menslage geboren als Sohn des Johann Diederich Kernkamp (1723-1779), der nachweisbar schon 1744 in Edam war und in der Volkszählung von 17721) genannt wird mit der Bemerkung: »handelt mit Wollaken«. Die Kernkamps waren demnach schon einige Zeit im Handel mit Textilien tätig. Zu der Zeit gingen viele Deutsche als Saisonarbeiter nach Holland, um dort das Geld zu verdienen, daß sie zu Hause wegen fehlender Möglichkeiten nicht bekommen konnten. So gingen z. B. 1656 3% der Menslager Einwohner im Sommer nach dem »reichen Westen«. Die meisten dieser sogenannten Hollandgänger arbeiteten auf dem Lande beim Grasmähen oder Torfstechen. Die Geschichte der Textilkaufleute verläuft parallel zu der Entwicklung der Saisonarbeit. hat aber auch seine eigene Herkunft

Schon seit dem späten Mittelalter wurde im Osnabrücker Land Flachs angebaut; hauptsächlich im Süden, aber auch in beträchtlichen Mengen in den Kirchspielen Badbergen und Menslage. Aus dem Flachs wurden Garn und Leinwand hergestellt und das sogenannte »Artländer Leinen« hatte einen ausgezeichneten Ruf. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam die Produktion von Wollaken hinzu. Dies war ein Gewebe aus Leinen und Wolle und wurde neben dem reinen Leinen hauptsächlich nach Holland exportiert. Die Anfertigung des Wollakens geschah im Nebenerwerb bei den Heuerleuten und kleineren Landwirten zu Hause und zwar hauptsächlich im Kirchspiel Berge. Im Kirchspiel Menslage wurde das dazu benötigte Flachsgarn hergestellt. Erst nahmen die Hollandgänger einige Stücke Leinen oder Wollaken zum Verkauf mit. wenn sie zur Arbeit nach Holland gingen. Als die Mengen immer größer wurden, verlegten sich einige ganz auf diesen Handel und wurden Textilkaufleute. die sogenannten »Manufakturiers«. 1773 schrieb der Menslager Pastor Gerding. daß viele Leute jährlich nach Holland gingen. » … nicht nur. um grobe Handarbeit zu verrichten oder zu Schiffe zu fahren. sondern auch sich auf die Handlung legen, welche jährlich 16 bis 20.000 holländische Gulden ins Land bringen …«.2 Zur Unterstützung der kaufmännischen Ausbildung wurde z.B. um 1800 in der Schule zu Berge zum Rechnen ein holländisches Lehrbuch benutzt und in der Oberstufe bekamen die Kinder sogar Unterricht im Aufstellen von Frachtbriefen und Quittungen.

Anfang des 19. Jahrhunderts verschlechterte sich dann aber die Situation. Die Niederlande belegten nach 1815 das deutsche Wollaken mit einem Einfuhrzoll und es kam eine bedeutende Konkurrenz aus dem früh industrialisierten England. das mit der billigeren Baumwolle große Teile des Marktes für sich eroberte. Dazu kam die rasche Zunahme der Bevölkerung und einige Mißernten in dieser Zeit. 1830 fielen die holländischen Zölle wieder fort und die deutschen Behörden versuchten dazu die Lage durch die Eröffnung von »Leggen« zu verbessern. Dies waren Einrichtungen, in denen das Leinen behördlicherseits auf die Einhaltung von Qualitätsmerkmalen geprüft und gekennzeichnet wurde. Hierdurch sollte der Absatz verbessert werden. So wurden 1825 in Quakenbrück und Berge solche Leggen eingerichtet. In Menslage wurde weiterhin 1830 der »Garnverein« gegründet 3′. » Zur Beförderung der Industrie und zum Wohle der geringen Familien«.

 

1Tabelle der im Kirchspiel Menslage lebenden Menschen nach ihrem Stande und Handthierungen

(StAO Rep. 100 / Abschn. 188 / Nr. 46

2Zitiert von Dr. K.H. Ziessow in »Ländliche Lesekultur«. Seite 107

3 siehe: »Kirchspiel Menslage Beiträge zur Geschichte«. Seite 623

Der Historiker Dr. Christian Westerhoff über das Heuerlingswesen

Kurzvita:

Dr. Christian Westerhoff studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Osnabrück und Sheffield und promovierte 2010 in Erfurt zum Thema „Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg. Rekrutierung und Beschäftigung osteuropäischer Arbeitskräfte in den von Deutschland besetzten Gebieten“.

2009 bis 2011 absolvierte er das Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst an der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB).

Anschließend koordinierte er das DFG-Projekt „ 1914-1918-Online. International Encyclopedia of the First World War“ an der Freien Universität Berlin.

Seit 2013 ist er Leiter der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart.

Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit dem Heuerlingswesen und hat hierzu verschiedene Publikationen vorgelegt, u.a.:

  • „Ossenbeck. Kleiner Ort mit langer Geschichte“, Damme 2001;
  • „Das Heuerlingswesen in der Bauerschaft Ossenbeck und die Agrarmodernisierung im 20. Jahrhundert“, in: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland, Damme 2004;
  • „Das späte Ende des Heuerlingswesens im Oldenburger Münsterland“, in: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland, Damme 2014

 

Kinderarbeit in Ostfriesland

 

Im Landarbeitermuseum Suurhusen findet sich die nachfolgende Aufstellung zur Kinderarbeit in Ostfriesland

 

Die Mitarbeit von Landarbeiterkindern war notwendig und gewollt, weil sie

  • einen Beitrag zum Familieneinkommen leisten mussten
  • zum abhängig Arbeitenden erzogen werden sollten,
  • billigere Arbeitskräfte waren als die Erwachsenen.
  • für bestimmte Arbeiten geeigneter erschienen,
  • durch Arbeit nicht dem Müßiggang anheimfallen sollten

Solange sie zur Schule gingen, hatten sie sowohl beim Bauern wie auch Familie mitzuarbeiten. Die Kindheit endete mit Abschluss der Schule mit Vollendung des 14. Lebensjahres.

Welche typischen Arbeiten waren beim Bauern zu verrichten?

  • Distelstechen und Beseitigung von Hedrich-Pflanzen oder Flughafer
  • Hacken auf Rübenackern
  • Mithilfe bei der Heu- und Getreideernte (ab 7. Schuljahr.) auf dem Feld und bei der Einlagerung im Gulf des Plaats
  • Pferde beim Pflügen führen
  • Essen aufs Feld bringen
  • Botengänge und Besorgungen machen
  • Im Winter Mithilfe im Stall (Ausmisten. Füttern usw.)

Welche Arbeiten mussten in der eigenen Familie erledigt werden?

  • Jäten im Garten und Mithilfe bei der Saat und Ernte
  • Betreuung des eigenen Viehs (Schaf. Schwein, Kuh)
    B. Schaf ansticken, Stall ausmisten
  • Bereithalten von Brennmaterial, evtl. Transport vom Torfstich
  • Tauschvorräte (z.B. Schilfpflanzen) zum Tausch für
    Torfschiffer heranschaffen
  • Wenden und Zusammenharken des Heus von Grabenkanten
  • Angeln als Ergänzung des kargen Speiseplans
  • Ähren auf abgeernteten Feldern des Bauern sammeln

Mädchen mussten zusätzlich:

  • beim Saubermachen und Wäsche waschen helfen
  • Kleidung instand halten (stopfen, nähen, stricken usw.)
  • die jüngeren Geschwister betreuen
  • bei der Zubereitung des Essens helfen
  • beim Haltbarmachen von Fleisch und Gemüse mithelfen
  • Butter machen (karren)

Anmerkungen:

  • Kinderspiele dienten häufig der Vorbereitung auf spätere Arbeit
  • Arbeitsgeräte waren oft für Kinder zu groß.
  • Wenn auf den Bauernhöfen viel zu tun war, kam es vor, dass der Bauer in die Schule kam und bestimmte Jungen zur Mithilfe verlangte
  • Die Lage der Ferien war abhängig von den Bedürfnissen der Bauern

In den Heuerlingsgebieten ging die Anspruchhaltung der Bauern gegenüber den Kindern in aller Regeln nicht so weit

Foto: Archiv Robben

Rattenplage damals

Der nachfolgende Beitrag über „Rattenerlebnisse“ des Malers Heinrich Hermanns (1864 – 1942), der auf dem Hümmling in den ersten beiden Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts auch Heuerhäuser sehr eindrucksvoll gemalt hat, stammt aus den Unterlagen von Elly von der Ahe aus Lähden. Leider fehlt dort die genaue Herkunft der Zeitungsmeldung.

… Ich musterte bei dem Flackern der Kerze den Raum, dessen Lehmboden absonderliche Löcher und Vertiefungen aufwies. Auf meine Frage, ob vielleicht Ratten dort seien, murmelte die Wirtin etwas Unverständliches und verschwand. In der Vorahnung, daß hier meines Bleibens wohl nicht sei, wollte ich meinen Reisekorb nicht öffnen und erbat mir ein Paar Holzschuhe, um etwas zum Anziehen zu handzuhaben. Nach diesen  Vorbereitungen begab ich mich zu Bett. Da kamen auch schon die Ratten. Sie huschten über meinen Kopf, Gesicht, Hände und tobten im Zimmer herum. Schnell ergriff ich die beiden Holzschuhe und schlug nach allen Seiten. Sobald ich Licht anzündete, war alles vorbei. In der Dunkelheit gingen Tumult und Freudensprünge wieder los. Teils bei Licht, teils in der Finsternis die Holzschuhe schwingend, verbrachte ich die Nacht, bis mir gegen Morgen, als der fahle Tagesschein durch das kleine Fenster hereinbrach und die lichtscheuen Gesellen fort blieben, vor Müdigkeit die Augen zufielen. Mit Schmerzen im Kopf und brennenden Augen erhob ich mich und nahm recht verdrießlich das Frühstück ein. Kurzentschlossen gings zum Herrn Lehrer, den ich gerade, des Feiertags wegen das Schabeisen schwingend, vor seinem blinden, über dem Tafelklavier hängenden Spiegel antraf. Ohne in seiner Arbeit innezuhalten hörte er meine Klagen und sagte dann ganz ruhig: „Ich habe mir schon gedacht, daß sie kämen. Sie gehören auch zu jenen nervösen Großstädtern, die sich durch solch kleine Belästigung in der Nachtruhe stören lassen.“ Nach kurzem Kriegsrat wurde ich bei einem Bauern untergebracht….

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hermanns

Der Viehmarkt in Lingen, über Jahre der größte in der Bundesrepublik

… auch ein Treffpunkt für Heuerleute! 

Seit 1928 hatte Lingen einen Zentralviehmarkt. Vorher wurde in verschiedenen Straßen mit Vieh gehandelt. In der Bauerntanzstraße fand der Ferkelmarkt statt. Das Großvieh wurde auf dem Pferdemarkt an der Burgstraße aufgetrieben. Und auch in der Castellstraße wurde mit Großvieh gehandelt.

Das lockte auch viele Heuerleute in die Stadt, auch wenn sie nicht unbedingt viel umsetzen wollten. Auch für sie war der Viehmarkt eine willkommene Abwechslung in ihrem unterbäuerlichen Alltag. Sie waren ja auch ausgesprochene Kenner der verschiedenen Viehqualitäten, die sie zu Hause und auch auf dem Bauernhof erlebten. Man fühlte sich vertraut im Marktgeschehen und man traf natürlich viele Bekannte. So kamen dort auch Absprachen und andere Geschäfte zustande. Außerdem gab es unter den Viehhändlern interessante Typen, die den Handel zu einem Schauspiel werden ließen.

Mit der Zeit wurde der Viehauftrieb so groß, dass die Gassen zu eng wurden, und so beschloss der Rat 1927 auf dem ehemaligen Hüttenplatz an der Bahn, an der Alten Rheiner Straße einen Zentralviehmarkt zu errichten, auf einem Arial, was fast 20.000 m2 groß war, also 2 Hektar.

Der Markt fand alle 14 Tage statt. 1927 wurden 590 Pferde und 143 Rinder aufgetrieben. Im Krieg wurde dann kaum gehandelt. 1948 betrug der Auftrieb schon wieder 2.365 Pferde und 1.373 Rinder. Im Jahr 1954 wurden insgesamt 49.463 Tiere gezählt. Die Anzahl der gehandelten Pferde nahm ständig ab in den nächsten Jahren. So wurden 1962 noch insgesamt 35.545 Tiere aufgetrieben. Davon 4.740 Pferde, 29.299 Rinder und 1.200 Kälber 23 Schafe und 15 Ziegen. 1963 waren es weniger als 300 Pferde. Die ehemaligen Heuerleute hatten den Bauernhöfen den Rücken gekehrt und mittlerweile einen anderen lukrativerem als Platz gefunden. Dafür waren die Bauern gezwungen, sich Schlepper und andere entsprechende Landmaschinen zu kaufen. Dabei waren dann die Pferde überflüssig.

Während der Markttage waren nicht nur alle deutschen Mundarten zu hören, sondern auch Vertreter aller deutschen Nachbarstaaten waren anwesend. Auch dieses spricht dafür, dass der Lingener Zucht- und Nutzviehmarkt den guten Ruf von eh und je gehalten hat. Insbesondere die Lage Lingens war für einen großen Viehmarkt von Bedeutung. Die günstige Verbindung nach Ostfriesland und Südoldenburg und ebenso die Anbindung an das rheinische Industriegebiet durch Straßen. Holland und Belgien sind ebenso nahe gelegen. Und wo ein enges Markttreiben herrscht, da fanden sich dann auch die süddeutschen und die entfernter liegenden Franzosen ein.

Mit dem Vieh kam auch Geld in die Stadt. Wenn ein guter Handel abgeschlossen wurde, wollten etliche Händler auch noch gut speisen und trinken. In der Gaststätte Seemann war dann alles überfüllt. Aber auch die Kantine direkt Im Viehmarkt bot 400 Leuten Platz. Zwei Vertreter der emsländischen Bauernbank saßen vor Ort und nahmen Einzahlungen von Viehhändlern und Bauern entgegen.

In den siebziger Jahren nahm die Beschickung des Marktes in Lingen zusehends ab. Viele Bauern waren zur Direktvermarktung übergegangen. Schließlich wurde der Viehmarkt ganz eingestellt.

Ein ehemaliges Vierfamilienheuerhaus

Ein Vierfamilienheuerhaus habe ich während meiner über 20jährigen Recherchen noch nicht gefunden.

Dr. med. Bernd und Marie – Luise Abt stellen ihr Anwesen zu diesem Anlass vor:

https://tag-des-offenen-denkmals.de/denkmal/1188837605504/

Die Gaststätte „Hungriger Wolf“ in Schwagstorf

Etwa 800 Meter nordöstlich der beiden Thörnerhöfe (heute Thömer-Aumund und Füntelmann-Freier) findet sich an der Heerstraße Osnabrück.-Hunteburg-Bremen zwischen Horster Straße und der Straße „Altes Moor“ wiederum ein altes Gasthaus, das unter dem Namen .“Hungriger Wolf“ bekannt ist und als Vierfamilienheuerhaus des Gutes Krebsburg nach Ausweis der Buchstaben und Ziffern auf der Inschriftentafel über dem westlichen Dielentor von dessen Eigentümer „F`riedrich Clemens von .M“orsey und dessen Frau „S“ophie von „M“orsey „G“eborene von „B“othmer »1826″ errichtet wurde. Nach mündlicher Überlieferung sollen beim Bau dieses stattlichen, teils noch verputzten Bruchsteinge-bäudes, dessen Osthälfte etwa 1880/90 dem Abriß verfiel, Tiroler Maurer be¬schäftigt gewesen sein, die auf dem der Krebsburg eigenbehörigen Vollerbenhof Bretholt (jetzt: Böcker-Bretholt) im Schwagstorfer Ortsteil Horst Wohnung und Beköstigung erhielten. Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts allerdings gelangte der »Hungrige Wolf“ (heute: Abt) in den Besitz des Gutes Wahlburg. Derselbe Besitzerwechsel läßt sich bei einem Doppelheuerhaus mit dem Namen „Alter Wolf“ nachweisen, das annähernd 400 Meter nordwestlich des „Hungrigen Wolfes“ und gut 120 Meter südwestlich der Straße „Altes Moor“ lag und am 20. Oktober 1942 durch eine Luftmine schwer beschädigt und nicht wiederaufgebaut wurde.

Da auf fünf alten Karten von 1765/ 67, aus der Zeit um 1798, von 1805 und den Jahren 1834/50 die Bezeichnung „Hungriger Wolf“ beim „Alten Wolf“ eingetragen ist, hat also offensichtlich das im Krieg zerstörte Fachwerkgebäude, an das heute lediglich zwei stattliche Eichen erinnern, ursprünglich die früher weithin bekannte, Ende des 18. Jahrhunderts sogar auf großräumigen Kartenwerken verzeichnete Schenkwirtschaft „Hunriger Wolf“ beherbergt.

Quelle: Gerd-Ulrich Pirsch im Heimat-Jahrbuch 1988 Os.-Land

Hier: Seite 178 f