Der im Jahre 1900 geborene Pädagoge und Autor Josef Hugenberg stammt aus dem Osnabrücker Nordland.
Aus seiner Feder ist die umfangreiche Chronik eines Heuerhauses
Reuwehus
Er wuchs auf in der Bauerschaft Hastrup nahe der früheren Kreisstadt Bersenbrück. Im Alter von 27 Jahren kam er in das benachbarte Emsland. Dort war er Lehrer in Bückelte, später dann in Harrenstätte auf dem Hümmling, danach kurz in Papenburg. Ab 1937 war in Meppen an der Ludmillenschule (Altstadtschule) tätig, deren Leitung er 1945 übernahm bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1963.
Schon als Schüler verfasste er erste Zeitungsmeldungen. Als Student und Junglehrer schrieb er Berichte, u. a. Theaterkritiken für Osnabrücker Tageszeitungen. Da er in der Inflationszeit zwischen 1920 und 1924 keine Anstellung als Lehrer erhielt, schrieb er unter dem Pseudonym „Feri Walter“ die 2 Romane „Der Junglehrer“ und „Gerta Werken“, später, danach folgten „Narren des Lichtes“, „Schauspieler Mensch“ und „Hülsekrabben“. Ab 1925 wurde er Herausgeber der in Bramsche bei Osnabrück erscheinenden Kulturzeitschrift „Der Spielmann“.
Josef Hugenberg machte früh mit engagierter kultureller Arbeit auf sich aufmerksam. In späteren Jahren war intensiv und erfolgreich bemüht um das plattdeutsche Theater.
Im Alter von 83 Jahren starb er im April 1983 in Meppen. Nach ihm wurde dort eine Straße benannt.
Sein Sohn Gerhard hat sich in der Region ebenfalls einen Namen gemacht als Geschäftsführer der Emsland-GmbH von 1971 bis 1989.
Insbesondere auf seine Initiative kam die Magnetschwebebahn ins Emsland.
Hier fühlt man sich in die Heuerlings – Vergangenheit zurückversetzt!
Die Fotos stellte Jürgen Timm zur Verfügung.
Der Charme des Hauses liegt in seinem Zustand. Der unveränderte Grundriss und der original erhaltene Innenausbau sind einmalig in Nordwestdeutschland. So dokumentiert dieses Haus auf besonderes gelungene und eindringliche Weise die Lebens- und Wohnbedingungen der unterbäuerlichen Schicht zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sowohl die geringe Anzahl von Fenstern in der Wandflächen als auch die Ausmauerung der Gefache mit Ziegelbruchsteinen und die wieder verwendeten Hölzer in der Konstruktion zeugen von eher ärmlicheren Lebensverhältnissen der damaligen Bewohner. Dass dieses alte Haus in Varrel dem Abriss entgangen ist, ist seiner abseits gelegenen Lage und dem Einsatz vieler ehrenamtlich aktiver und an Geschichte interessierter Menschen zu verdanken
Der Förderverein renoviert die Räume des Rauchhauses unter Berücksichtigung der Auflagen der Denkmalpflege und stellt mit geeigneten Mitteln und mit Unterstützung des Kreismuseums Syke auch die Funktion eines Heuerhauses und Rauchhauses zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder dar.
Aus Flachs machten sie in bis zu acht verschiedenen Arbeitsgängen Leinen!
Diese Tuche gingen in viele Teile der Welt, vornehmlich aber in die Niederlande. Die Hollandgänger nahmen ihre Winterarbeit mit. Etliche Tödden aus dem Raum Mettingen machten daraus ein sehr einträgliches Geschäft, sie konnten so ihre Heuerstellen aufgeben. C&A Brenninkmeyer z. B. machten nach und nach Läden in den Niederlanden auf.
Selbst Sklaven auf den Baumwollfeldern der Südstaaten sollen diese Stoffe getragen haben.
Allerdings hat die Baumwolle in Verbindung mit der „spinning jenny“ und den stets weiter entwickelten Spinn – und Webmaschinen die Leinenherstellung als lukratives Nebeneinkommen der Heuerleute abgelöst.