Mit dem Heuerlingswesen verschwanden direkt oder indirekt auch altangestammte Berufe und Tätigkeiten:
- Hufschmied
- Stellmacher
- Schneider
- Holzschuhmacher
- Besenbinder
- Schuster
- Überland – Zimmerer
- Magd
- Knecht
Mit dem Heuerlingswesen verschwanden direkt oder indirekt auch altangestammte Berufe und Tätigkeiten:
Franz schlief mit seinem Bruder noch in einer Butze, einer Art Schrankbett. Diese Schlafstätten waren sehr ungesund, sie galten als Brutstätten für die sehr gefährliche Schwindsucht (Tuberkulose).
Die Familie Metten war in der Heuer bei Altmanns, die selbst keinen Bauernhof bewirtschafteten. Von daher hatten sie kaum Dienste zu leisten. Sowohl Leos Vater als später auch er selbst waren bei der örtlichen Schweineverwertung angestellt.
Neben zwei weiteren Heuerlingsfamilien waren auch die Schultens beim Bauern Linger in der Heuer.
Sie hatten vergleichsweise viel Pachtland und konnten sich sogar ein Pferd halten.
Seine Familie war beim Bauern Wübbels in der Heuer. H. Overberg kann nur Gutes berichten, sowohl über Umgang miteinander als auch von der Versorgung mit Ackerland: Sie hatten sogar gutes Eschland als Pachtfläche zur Verfügung. Das kam nur ganz selten vor.
http://www.heimatverein-bawinkel.de/vortrag-bernd-robben
Die einzelnen Videos sind eingestellt:
http://www.heuerleute.de/franz-vehs-klosterholte-zur-heuerstelle/
http://www.heuerleute.de/franz-vehs-klosterholte-zum-heuerhaus/
http://www.heuerleute.de/franz-vehn-klosterholte-butze/
http://www.heuerleute.de/heinz-overberg-clusorth-bramhar-1/
http://www.heuerleute.de/franz-schulten/
Im Heuerhaus konnten wir drei Kühe und ein Rind halten. Auf der anderen Seite der Diele war ein Spitzdrescher aufgestellt, der angetrieben wurde von einer Göpeleinrichtung draußen, die von einem Pferd gezogen wurde.
Die Dreschmaschine wurde vom Dachboden mit Getreidebunden „gefüttert“. Danach wurde das ausgedroschene Korn in einer Schwingmühle gesäubert.
Auch die anderen Heuerleute hatten mittlerweile solch eine einfache Dreschmaschine. Wir besaßen auch ein Pferd, das war bei Heuerleuten selten.
Zur Heuerstelle gehörten 5 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche.
Die Weideflächen waren so klein, dass der Bauer sie selbst nicht gebrauchen konnte.
Wenn der Landwirt rief, mussten wir zur Arbeit erscheinen.
Meine Mutter brauchte nicht – wie das auf anderen Höfen üblich war – bei der großen Wäsche helfen, dafür aber in der Getreideernte.
Der Bauer hatte damals schon eine Mähmaschine, wir als Heuerleute mussten noch mit der Sense sowohl das Gras als auch das Getreide mähen.