Papenburg wurde 1631 von Dietrich von Velen als Fehnkolonie zur Entwässerung und Nutzung des Moores gegründet. Er ließ Siedler anwerben, die Kanäle gruben, Torf stachen und schmale Moorparzellen („Plaatzen“) erhielten. Unter den ersten Ansiedlern von 1639 befanden sich auch Heuerleute.
Damit wurde Papenburg zu einem wichtigen Ausweg aus der landlosen Abhängigkeit im Emsland: aus Heuerleuten konnten kleine Torfbauern, Schiffer, Handwerker oder Werftarbeiter werden.
Der entscheidende wirtschaftliche Hebel war der Kanal zur Ems: Er wurde 1639 fertiggestellt und ermöglichte den Torftransport auf der Ems in Richtung Emden und Nordsee. So erhielt die junge Moorkolonie Zugang zum überregionalen Handel. Später entwickelten sich Schifffahrt, Schiffbau und schließlich die Meyer Werft daraus. Papenburg ist heute die südlichste deutsche Seehafenstadt mit direktem Zugang zur Nordsee.
Geschichte der Stadt Papenburg
